Allgemeine Psychologie und Neuropsychologie

Abgeschlossene Projekte

Verarbeitungsprozesse bei prospektivem Gedächtnis: Aktives Behalten und unwillkürliches Erinnern

SNF Forschungsprojekt Nr. 101411-101754

Hauptgesuchsteller

  • PD Dr. Beat Meier

Mitgesuchsteller

  • Prof. Walter J. Perrig 

MitarbeiterInnen

  • lic. phil. Thomas Zimmermann (Doktorand)
  • Cand. Phil. Caroline Zürcher (Hilfsassistentin)

Projektbeschrieb

Die Fähigkeit, sich zum richtigen Zeitpunkt an eine früher gefasste Absicht oder an eine geplante Handlung zu erinnern, nennt man prospektives Gedächtnis. Diese Art von Gedächtnis wird im Alltag sehr häufig gebraucht, so z.B. um einen Brief auf dem Weg zur Arbeit einzuwerfen oder ein Medikament gemäss Verschreibung einzunehmen. Prospektives Gedächtnis kann als natürliches Gegenstück zu retrospektivem Gedächtnis bezeichnet werden. Prospektives Erinnern kann als Folge strategischer Suche oder automatischer unwillkürlicher Erinnerung vorkommen. Die strategische Suche zeichnet sich dadurch aus, dass die Absicht zur Ausführung zum Zeitpunkt der günstigen Gelegenheit bereits im Bewusstsein repräsentiert ist. Im Gegensatz dazu bringt bei der unwillkürlichen Erinnerung erst die günstige Gelegenheit die Absicht wieder in Erinnerung. In diesem Projekt werden strategische und automatische Erinnerungsprozesse systematisch erfasst. Dazu werden nach jedem prospektiven Abruf Erlebnisberichte erfasst. Entscheidend ist dabei die Frage, ob sich eine Person darum an die prospektive Gedächtnisaufgabe erinnert, weil sie den Abrufhinweis aktiv gesucht hat oder weil sie durch das Auftreten des Abrufhinweises an die prospektive Aufgabe erinnert wurde. Diese Methode wurde in zwei eigenen Experimenten bereits erfolgreich angewendet und verspricht eine separate Erfassung von automatischen und strategischen Prozessanteilen bei prospektivem Erinnern.Die Fähigkeit, sich zum richtigen Zeitpunkt an eine früher gefasste Absicht oder an eine geplante Handlung zu erinnern, nennt man prospektives Gedächtnis. Diese Art von Gedächtnis wird im Alltag sehr häufig gebraucht, so z.B. um einen Brief auf dem Weg zur Arbeit einzuwerfen oder ein Medikament gemäss Verschreibung einzunehmen. Prospektives Gedächtnis kann als natürliches Gegenstück zu retrospektivem Gedächtnis bezeichnet werden. Prospektives Erinnern kann als Folge strategischer Suche oder automatischer unwillkürlicher Erinnerung vorkommen. Die strategische Suche zeichnet sich dadurch aus, dass die Absicht zur Ausführung zum Zeitpunkt der günstigen Gelegenheit bereits im Bewusstsein repräsentiert ist. Im Gegensatz dazu bringt bei der unwillkürlichen Erinnerung erst die günstige Gelegenheit die Absicht wieder in Erinnerung. In diesem Projekt werden strategische und automatische Erinnerungsprozesse systematisch erfasst. Dazu werden nach jedem prospektiven Abruf Erlebnisberichte erfasst. Entscheidend ist dabei die Frage, ob sich eine Person darum an die prospektive Gedächtnisaufgabe erinnert, weil sie den Abrufhinweis aktiv gesucht hat oder weil sie durch das Auftreten des Abrufhinweises an die prospektive Aufgabe erinnert wurde. Diese Methode wurde in zwei eigenen Experimenten bereits erfolgreich angewendet und verspricht eine separate Erfassung von automatischen und strategischen Prozessanteilen bei prospektivem Erinnern.

Literatur

Meier, B. & Graf, P. (2000). Transfer appropriate processing for prospective memory tests. Applied Cognitive Psychology, 14, S11-S27.
Meier, B. & Perrig, W.J. (2004). Priming prospective memory and its influence on automatic retrieval and strategic monitoring. Forschungsbericht 2004-1 aus dem psychologischen Institut der Universität Bern.

Kongressbeiträge

Meier, B., Zimmermann, T.D., Zürcher, C. & Perrig, W. J. (September 2004). Specificity of retrieval situation and length of retention interval influence prospective memory performance. Kongress der deutschen Gesellschaft für Psychologie, Göttingen, DE.
Meier, B. & Graf, P. (April 2004). Der Einfluss des Behaltensintervalls auf prospektives Gedächtnis. Tagung experimentell arbeitender Psychologen, Giessen, DE.
Zimmermann, T.D., Meier, B., Zürcher, C. & Perrig, W. J. (April 2004). Der Einfluss der Spezifität der Abrufsituation sowie der Länge des Behaltensintervalles auf die prospektive Gedächtnisleistung und das damit verbundene Erinnerungserleben. Tagung experimentell arbeitender Psychologen, Giessen, DE.
Meier, B. (October 2003). Phenomenological experience during prospective remembering: Evidence for different types of processes. Kongreß der Schweizerischen Gesellschaft für Psychologie, Bern, CH.
Meier, B. & Graf, P. (March 2003). Verarbeitungsprozesse bei prospektiven Gedächtnistests. Tagung experimentell arbeitender Psychologen, Kiel, DE.
Meier, B. & Graf, P. (September 2002). Transfer-angemessene Verarbeitung bei prospektiven Gedächtnistests. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Berlin, DE.
Meier, B. & Graf, P. (June 2002). Transfer appropriate processing in prospective memory: Sequential and concurrent overlaps. Annual convention, American Psychological Society, New Orleans, LO.
Holmes, D., Meier, B. & Graf, P. (May 2002). Domains of prospective memory. NOWCAM, Vancouver, BC.
Meier, B. & Graf, P. (November 2001). Retention of prospective memory. Annual Meeting of the Psychonomic Society, Orlando, FL.
Jacova, C., Graf, P. & Meier, B. (July 2001). Prospective memory abilities in later adulthood. World Congress of Gerontology, Vancouver, BC.
Meier, B., & Graf, P. (June 2001). Transfer appropriate processing affects prospective memory performance. Annual convention, American Psychological Society, Toronto, ON.

Resultate

Der Einfluss der Spezifität der Abrufsituation sowie der Länge des Behaltensintervalles auf die prospektive Gedächtnisleistung und das damit verbundene Erinnerungserleben.